Aus der GeMENSCHelEcke heute:
Die Beerdigung
Sie trugen ihn zu Grabe,
die Damen hielten Taschentücher bereit,
die Herren machten herbe Gesichter –
an einem trüben Tag im März.
Der Grobian, er war so schwer,
was hatte er für eine fette Zeit!
Nichts gab er ab den armen Verwandten,
wie konnt einer nur so schwer sein – ohne Herz?
Der Damen Röcke flatterten
nervös im Wind,
der Herren Rücken von der steifen Haltung
mächtig lahmten,
wenn es nur bald zu Ende wär!
Wie sinn- und trostlos solche Stunden sind
und nach dem reichlich Leichenmahl
sie gierig-leise zahnten.
Einen Sänger gar konnte sich
der Dicke leisten!
„Ave Maria“ – solch ein seelenreichesLied
für einen geizgen Hurensohn,
für den sie weite Strecken reisten!?
Welch pompös Geleit
für eine Narrengestalt –
und der Magen knurrte schon.
Der Leichenschmaus wenigstens
war reich und angenehm,
da war die Mühe der trauernd Minen
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